Winter Impressionen aus dem Hohen Venn

Letzten Winter gab es an nur wenigen Tagen ein bißchen Schnee im Hohen Venn. Daher hoffte ich im Winter 2017 auf mehr Schnee und das dieser länger liegen bleiben würde. Der Wettergott spielte mit und so konnte ich bisher an 2 Wochenende die Schneepracht im Hohen Venn auf belgischer Seite erleben.

Die Bäume von Noir Flohay als Panorama
Die Bäume von Noir Flohay als Panorama

Anfang bis Mitte Januar hatte es mehrmals geschneit und die winterlichen Bedingungen waren top. An normalen Tagen und bei normalen Wegverhältnissen läuft man ca. 45 Min. hin. Durch den Schnee sowie hohe Schneeverwehungen war der Bohlenweg nicht mehr zu erkennen, durch Nebel und Sichtweiten teilweise von weniger als 50 m gestaltete sich die Orientierung als sehr schwierig. Die Umgebung war teilweise ein einziges großes "Weiß".

Wo geht es denn jetzt bloß lang?
Wo geht es denn jetzt bloß lang?

Mit 2 befreundeten Fotografen suchten wir den Weg, stocherten mit unseren Stativbeinen und massen die Schneetiefe, denn mit jedem Schritt ging es bis zum Knie tief in den Schnee oder eben auch tiefer. Das Vorankommen war sehr mühsam, wir wechselten uns ab, so dass jeder mal als erster die Spur durch den tiefen Schnee suchen musste. Parallel immer wieder auf dem Smartphone eine topografische Karte mit eingezeichnetem Weg über GPS abgeglichen, ob wir noch halbwegs auf dem richtigen Pfad waren.

Entlang des verschneiten Pfades schauten teilweise nur noch die obersten Gräser heraus.
Entlang des verschneiten Pfades schauten teilweise nur noch die obersten Gräser heraus.

Nach harter Wegstrecke waren wir nach 2 Stunden endlich am Ziel angekommen. Jetzt hieß es möglichst wenig Spuren zu hinterlassen, um mögliche Fotomotive nicht durch die eigenen Fußspuren zu zerstören. Auch hier sanken wir mit jedem Schritt tief in den Schnee ein.

Ich sagte noch zu einem Fotokollegen bevor der Ankunft: "Pass auf beim Stativaufstellen, nicht zu fest eindrücken, da ansonsten die Stativbeine brechen können." Als ich es noch nicht ganz aussprochen hatte, war das erste Stativbein abgebrochen. Hier wären Schneeteller an den Stativfüßen von Vorteil gewesen. Beim zweiten Bild war denn dann auch das zweite Bein des neuen Gitzo-Statives abgebrochen. Der Kollege tief betrübt, hatte damit ein Monopod, was im tiefen Schnee dennoch für recht guten Halt sorgte. ;-)

Am frühen Nachmittag ging es dann durch den hohen Schnee zurück zum Auto.

 

Das Venn hat zu jeder Jahreszeit seinen Reiz, ob im Herbst mit all seinen Farben oder eben auch im Winter mit seinen eher monochromen Motiven. Es ist einfach immer wieder schön.

Hier wollte die Sonne oben rechts die Wolkendecke durchbrechen, schaffte es aber nicht, dafür war die Lichtstimmung dennoch einzigartig schön.
Hier wollte die Sonne oben rechts die Wolkendecke durchbrechen, schaffte es aber nicht, dafür war die Lichtstimmung dennoch einzigartig schön.